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ADAM DONEN - Vampires

ADAM DONEN
Artist      ADAM DONEN
Title Vampires
Homepage ADAM DONEN
Label SONGS & WHISPERS
Leserbewertung 2.80 von 10 Punkten (5 Bewertungen)

ADAM DONEN, ein Künstler, dessen Name ich vorher zugegebenermaßen noch nie gehört habe, macht Musik, mit der es mir im Grunde genommen genauso geht. Der südafrikanisch stämmige Londoner schauspielert, schreibt und komponiert, und das so erfolgreich, dass mit „Vampires“ sein 2tes Album auf den Markt kommt. Der Albumtitel lässt verraten, dass es sich um eine thematische Weiterführung seines Debuts „Immortality“ handelt. Zusammen mit seinem deutschen Produzenten Robert Harder entwickelt DONEN im (fast-)Alleingang seine Musik, und vertont seine Lieder mithilfe von Opernsängerin Sophie Juncker, Kontrabass und Streichquartett.

Irgendwie klingt dabei jedes Lied für mich ähnlich, was durchaus daran liegen kann, dass mein Musikgeschmack ein anderer ist. Gesanglich erinnert mich das alles an eine SEHR sanfte Version bekannter Neofolk-Bands wie etwa DEATH IN JUNE, jedoch passt der Vergleich so nun auch wieder nicht, denn mit eben erwähnter Musikrichtung hat es nichts gemein. Zart gezupfte Seiten, wie sie sonst nur in schmalzigen Feuerwerksliedern zu finden sind, finden hier ihren professionellen Platz, wie auch kurze Duett-Zeilen mit der erwähnten Sopransängerin, die sich irgendwie nach der erwachsenen Version typischer Disney-Lieder anhört. Betrachtet man diese Kurzbeschreibung im Vergleich zu den Texten, die DONEN hier in hoch poetischer Weise vorträgt, wird der Zuhörer nahezu verstört. Dieser durchaus faszinierend-unschöne Mann singt auf diesen sanftmütigen Klängen Texte, die oft erst beim 2. oder 3. Hören einen Sinn ergeben und vom Hörer in vielerlei Wege interpretiert werden können, „die Sinnlosigkeit des Seins“ oder „die Suche nach dem Sinn“ sind nur 2 meiner Interpretationsansätze.

„Vampires“ und somit die Musik von ADAM DONEN ist im Nirgendwo von vielen Genres verankert: Klassik, (Neo-)Folk, ruhige JOY DIVISION-Tracks und romantische Lagerfeuermusik, jedoch missfällt mir persönlich dieser Mix, vielleicht eine interessante Scheibe für Fans experimenteller und zugleich sehr ruhiger Musik. Der Promotext sieht den Herrn in der Tradition so großer Namen wie LEONARD COHEN oder JACQUES BREL. Optisch erinnert er eher an David Hess in „Last House on the left“… Um einen Vorgeschmack vor dem Kauf zu bekommen, lohnt sich definitiv der Besuch seines Videokanals.

[Steve Kontraprodukt] (02-06-2012)

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