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GARY MOORE - Bad For You Baby

GARY MOORE
Artist      GARY MOORE
Title Bad For You Baby
Homepage GARY MOORE
Label EAGLE RECORDS
Leserbewertung 10.00 von 10 Punkten (1 Bewertungen)

Er zählt zu den ganz großen Gitarrenvirtuosen: GARY MOORE, 1952 in Belfast/ Nordirland geboren, gehörte so namhaften Formationen an wie THIN LIZZY oder COLOSSEUM II, bevor er in den Achtzigern eine erfolgreiche Solokarriere startete. Nachdem er mit Hardrock-Hits wie „Parisienne Walkways” (1978), „Empty Rooms” (1984/ 1985), „Out In The Fields” (1985), „Friday On My Mind” und „Over The Hills And Far Away“ (beide aus 1987 und letzterer 2001 von NIGHTWISH gecovert) punkten konnte, wandte sich MOORE 1990 dem Blues zu. Inzwischen legt er Zwölftakter-Langrille No. 14 mit dem Namen „Bad For You Baby“ vor, die neben eigenen Kompositionen auch Blues-Klassiker enthält.

Den Anfang macht ein Song aus MOOREs Feder, der gleichzeitig auch der Titeltrack ist. „Bad For You Baby“ legt druckvoll los und betont neben seinen Fertigkeiten an den sechs Saiten auch Garys stimmlichen Qualitäten, die perfekt zum Blues passen. So dauert es nicht lang, bis Kopf und Füße zu wippen beginnen, was sich auch beim flotten „Down The Line“ nicht ändern soll. Rockig und bassbetont schließt sich der „Umbrella Man“ an, bevor „Holding On“ sich von einer melancholischen Seite zeigt. Mit „Walking Thru The Park“ kommt wieder knackiger Blues aus den Boxen, diesmal aus dem Hause MUDDY WATERS und genauso wie die zweite Nummer der US-Blueslegende „Someday Baby“ hervorragend interpretiert. Für das schwermütige „I Love You More Than You’ll Ever Know“ zeichnet im Original AL KOOPER verantwortlich. Für GARY MOORE eine gute Gelegenheit, sein Können auch in intensiver Slow Motion unter Beweis zu stellen. Fast scheint es, als wolle er die so entstandene düstere Stimmung mit ein paar knackigen Akkorden wegwischen, so forsch kommt der J.B. LENOIR-Song „Mojo Boogie“ um die Ecke. Der 1967 mit gerade mal 38 Jahren verstorbene Musiker hätte sicherlich seine Freude am MOORE-Cover gehabt, doch auch die eigenen Tracks des Briten wissen zu gefallen. „Did You Ever Feel Lonely“ kriecht ganz langsam in die Gehörgänge, um sich alsbald im Hirn einzugraben, während „Preacher Man“ auf lasziven Rhythmus setzt. Bleibt noch „Trouble Ain’t Far Behind“, bei dem GARY MOORE noch mal alle Register zieht. Sein instinktives Gespür für den Blues findet in dem gefühlvollen Stück auf wunderbare Weise Ausdruck und bildet so einen genialen Schlusspunkt.

„Bad For You Baby“ ist ein Muss für jeden Blues-Liebhaber. GARY MOORE macht einmal mehr deutlich, weshalb er in die erste Musiker-Liga gehört und verzaubert auf seine unnachahmlich ruppig-charmante Art.

[ump] (17-09-2008)

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