Rezensionen & Kritiken

  • Metal/ HC/ Punk
  • Gothic/ Wave
  • Electro/ Industrial
  • Pop/ Rock/ Indie
  • Neofolk/ Ambient/ Military
  • DVDs/ Bücher/ Hörspiele

GOSSIP - A Joyful Noise

GOSSIP
Artist      GOSSIP
Title A Joyful Noise
Homepage GOSSIP
Label SONY
Leserbewertung 3.39 von 10 Punkten (18 Bewertungen)

GOSSIP haben 2009 mit ihrer Platte „Music For Men“ und insbesondere mit der Single „Heavy Cross“ mächtig abgeräumt. Insgesamt 96 Wochen war die Auskopplung in den deutschen Charts und brachte es ebenso wie der Langspieler zu Platin-Status. Jetzt melden sich Frontfrau Beth Ditto und ihre Mitstreiter Nathan Howdeshell (Bass & Gitarre) sowie Hannah Blilie (Drums & Percussion) mit dem fünften Studio-Silberling „A Joyful Noise“ bei ihren Fans zurück und bitten gleich einmal zum Tanze.

„Melody Emercency“ heißt der erste Dance-Streich, bei dem neben den Gitarrenakkorden des Herrn Howdeshell auch allerhand Synthies zu hören sind, die insbesondere bei „Get A Job“ sehr prägnant sind und den Sechssaiter eindeutig in den Hintergrund treten lassen, bis es im Refrain wieder den typischen GOSSIP-Sound auf die Ohren gibt. Die Vorab-Single „Picture Perfect World“ kennt man derweil bereits aus dem Radio und hat sich schon fast daran gewöhnt, dass sämtliche Ecken und Kanten wegpoliert wurden. „Move In The Right Direction“ hüpft ausgesprochen fröhlich über die Tanzflächen, bevor die Ballade „Casualities of War“ eine kleine Verschnaufpause verspricht, ehe es mit „Into The Wild“ erneut funky Grooves und somit tanzbares Material aus dem Hause GOSSIP gibt. Das Tempo bleibt ebenso wie bei der flirrenden Disconummer „Get Lost“ ein wenig verhalten – mal will ja auch nicht gleich sein ganzes Pulver verschießen und schließlich buhlt ja auch noch das eher unspektakuläre „Involved“ um ein Tänzchen. Herausragend ist hier eindeutig Beth’ Stimme, ansonsten dümpelt der Track doch arg im Beliebigen. „Horns“ lässt es da mit ein paar jaulenden Sechssaiter-Hooks zumindest etwas krachen und bei dem Titel dürfen ein paar coole Bläser natürlich schon mal gar nicht fehlen. „I Won’t Play“ hat das Zeug zum funky Dance-Klassiker, während das finale „Love In A Foreign Place“ in vornehmer Unterkühltheit daherkommt und erst ein wenig Zeit braucht, um sich zu akklimatisieren.

Beth Ditto hat in Bezug auf „A Joyful Noise“ das Gerücht gestreut, sie habe ein Jahr lang ausschließlich ABBA gehört, um sich auf die neue Full Length vorzubereiten. Fragt sich, was davon in den neuen Songs Berücksichtigung gefunden hat. Die erfolgsverwöhnten Schweden hört man zumindest nicht sofort heraus; was aber eindeutig ist: GOSSIP sind im Mainstream-Dance-Pop angekommen. Ohne die im doppelten Sinne gewichtige Stimme von Miss Ditto wären die Amis mit ihrem jüngsten Baby nicht mehr als austauschbares Mittelmaß, so rettet die schräge Dame das Ganze noch in hörenswerte und zweifellos tanzbare Gefilde, ein zweites „Heavy Cross“ sucht man jedoch vergebens.

[ump] (11-05-2012)

Diese Seite wurde 518 mal aufgerufen.

Leserbewertung

Bewerten

Bisher durchschnittlich 3.39 von maximal 10 Punkten bei 18 Bewertungen

GOSSIP - Weitere Rezensionen

GOSSIP

Diese Rezension als eMail verschicken

E-Mail-Adresse: Text-E-Mail HTML-E-Mail

Senden

Suche

Suche

Hörprobe

Termine heute


Weitere Konzerte

CD-Highlights