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IC REX - Valonkantajan Alkemia

IC REX
Artist      IC REX
Title Valonkantajan Alkemia
Homepage IC REX
Label HAMMER OF HATE
Leserbewertung 9.00 von 10 Punkten (3 Bewertungen)

Artifex IC hat seine sehr eigenen Vorstellungen von Black Metal. Diese präsentierten sich beim Debüt „Silun Kadotuksen Sinfonia“ vor allem in einem schmerzhaften Soundgewand, welcher der sehr eigenen Instrumentierung mit eigenwilligen Synth-Sounds und Drumcomputer, sowie dem grundlegend sehr rohen Black Metal sound nicht unbedingt zuträglich war. Dies hat sich beim zweiten Output des Finnen spürbar geändert. Alleine die Hinzunahme eines echten Drummers namens Kobalt macht den Sound um einiges organischer, wenn auch nicht wirklich druckvoll, und zumindest ähnlich gleichwertig mit anderen roh produzierten Black Metal-Ungetümern.

Beim startenden „Saturnaalisen Alkukaaoksen Partaalla“ (grausamer Titel für Westeuropäer) staunt man nicht schlecht, hört man die sphärischen Keyboard-Teppiche, die fast orientalischen Klänge, die beschwörenden Gesänge, die getragenen Gitarren. Ein ungewöhnlicher Beginn für eine Scheibe, die zwar als symphonischer aber dennoch roher Black Metal beschrieben ist.Mit „Alisen Maailman Virroissa“ ändert sich das Bild dann wieder. Der Sound wird roher und breiter, die schleppenden Gitarren-Riffs treten druckvoller in den Vordergrund, die Synths sorgen für unterschwellig düstere Atmosphäre und die Vocals variieren zwischen kranken Gesängen und markerschütterndem Kreischen. Mit dem nächsten Schritt vollzieht man einen größeren Sprung, so wird bei „Väkivaltaisten Tulien Hehkussa“ nach vorne geprügelt und gethrasht, die Drums ballern und die Synths sind nur noch partiell im Hintergrund zu vernehmen. Auch die schnellen und fies kalten Riffs sowie die durchweg brachialen Vocals lassen ein klassisches Black Metal-Feeling aufkommen, welches aber durch die eingeschobenen Synth-Ausflüge doch noch den eigenwilligen IC REX-Touch verpasst bekommt... Diesen Stil behalten Artifex C auch die nächsten fünf Songs bei, roher Black Metal mit getragenen Passagen, Brachialität und eigenwilligen Synth-Ausflügen, welche auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig sind, aber im großen ganzen doch schlüssig wirken.

„Sielun Kadotuksen Uni“ schließt das Album dann noch mal schleppend-atmosphärisch ab und lässt den Hörer mit dem Eindruck zurück, dass IC REX grundsätzlich ein recht interessanter Act werden könnte. Dazu allerdings muss man viel mehr am Sound und an dem einen oder anderen Arrangement arbeiten, um die Vielfalt der vorhandenen Ideen wirklich zur Geltung zu bringen.

[Fafnir] (06-02-2008)

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