| Artist | KASABIAN | |
| Title | Empire | |
| Homepage | KASABIAN | |
| Label | SONYBMG | |
| Leserbewertung | 8.00 von 10 Punkten (5 Bewertungen) |
KASABIAN sind zurück mit ihrem zweiten Album. Ihr selbstbetiteltes Debüt steht nicht in meiner Sammlung, ich assoziiere daher mit der Band nur einen gewissen Hype und das Attribut „British“.
Die erste Singleauskopplung „Empire“ eröffnet auch das Album und damit ist den Vier aus Leicester ein richtiger Kracher gelungen. Gitarrist Chris Karloff stieg diesen Sommer wegen musikalischer Differenzen aus, war jedoch noch maßgeblich an der Entstehung des Albums beteiligt. Nach einer fetten Bassline wechselt der Rhythmus im Refrain in einen 2/4-Takt, was für mich irgendwie nach 80er Jahre riecht, wohl weil es mich an DOKTOR & THE MEDICS erinnert, ansonsten hat das Stück auch viel Ähnlichkeit zu alten NEW MODEL ARMY-Hymnen. Bei „Shoot the runner“ sind dann noch deutlicher DOKTOR & THE MEDICS da, funktioniert der Song doch genauso wie „Spirit in the sky“, nur eine Spur härter. Auch dieses Stück in der oberen Liga (und folgerichtig zweite Single), danach jedoch wird es mir ein wenig zu psychedelisch und den nächsten 5 Titeln kann ich nicht viel abgewinnen. Indie-Elektro-Rock mit diversen Britpop-Einflüssen, durch die sich Sänger Tom Meighan schnoddert und irgendwann ist man am Ende der Assoziationskette immer wieder bei den BEATLES angelangt. Meine Begeisterung kehrt bei „Stuntman“ zurück. Der Rock macht Platz für feinen Wave mit treibender Monotonie. Auch für „Seek & Destroy“ bleibt die Gitarre im Schrank und Keyboarder Sergio Pizzorno kann sich richtig austoben. Für „British Legion“ holt er dann aber die Akustik-Klampfe wieder raus, um zunächst alleine loszulegen. Der Refrain dann ein lupenreines Beatle-Plagiat, oder OASIS ? Egal, very British halt. Der Rausschmeißer „The Dobermann“ fährt dann noch mal alles auf: eine PINK FLOYDeske Dramaturgie, die mit Chor, Posaunen und Trompeten ihren Höhepunkt erfährt.
Eine Handvoll Hits haben die Jungs mit „Empire“ auf jeden Fall im Gepäck, der Rest wächst zwar eine zeitlang mit jedem Hördurchgang, kann mich aber trotzdem nicht vollends überzeugen. Beiliegend auch eine weitere CD, auf der man sich das „Empire“-Video (umgesetzt als Südstaaten-Schlacht-Drama), das dazugehörige „Making of“ und ein paar Statements der Bandmitglieder anschauen kann.
[cs] (23-10-2006)
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