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KASHEE OPEIAH - Panic in Solitude

KASHEE OPEIAH
Artist      KASHEE OPEIAH
Title Panic in Solitude
Homepage KASHEE OPEIAH
Label WHIRLWIND RECORDS
Leserbewertung 10.00 von 10 Punkten (1 Bewertungen)

In Chemnitz muss es ja hoch hergehen, die fünf Jungs von KASHEE OPEIAH jedenfalls hauen bei ihrem Debüt gleich ordentlich auf den Putz. Dabei ist „Panic in Solitude“ schon vor einem Jahr erschienen, nicht das einzige, was bei den Chemnitzern etwas länger auf sich warten hat lassen. Auch den Namen hat man erst kürzlich von SLIDEPULSDOWN in eben KASHEE OPEIAH geändert, den Sternen ist man dadurch sicherlich nicht näher gekommen, aber ob sie das mit ihrem brachialen Metalcore-Sound überhaupt wollen?

„Panic in Solitude“ gehört für mich zu einer dieser „Augen-zu-und-durch“ Geschichten, knallharte Riffs preschen mit rasender Geschwindigkeit auf Mosh-Parts und winden sich in Daniel Ziesches Stimme. Welcher wiederum am Müsli vom Morgen noch zu röcheln hat, ob’s ein paar quer liegende Rosinen sind oder seine Stimme wirklich so grandios gröhlen kann? Jedenfalls verlangt der Einsatz, den er auf „Farewell, Endless War“ oder „Kept by a numerical control“ jede Menge Respekt und einen Vorschlag fürs Growler-Verdienstkreuz ab. KASHEE OPEIAH haben aber auch ihre ruhigeren Momente, was bei „After this act of deliverance“ noch als balladesker progressiver Act angesehen werden kann, wird im Laufe der fast 70 minütigen Spielzeit des Albums auch mal zu einem melodischen Emotionskatalysator. „Within the thoughts of a puppet“ zählt aber nicht nur deswegen zu den Höhepunkten des Albums, der unvermittelte Übergang vom zaghaften Gesangspart hin zu aggressiven Shouts lädt die eigene Adrenalinfüllstandsanzeige wieder auf. Das gesamte Album hindurch wandeln KASHEE OPEIAH auf einem schmalen Grat der Aggression und bedrückender Melancholie. Himmelhochjauchzend und Zu Tode betrübt bleibt der Hörer jedenfalls nicht zurück, auch wenn KASHEE OPEIAH nicht jeden Titel emotional geladen darbieten, das Dutzend Tracks spricht von einwandfreier Handwerkskunst.

„Panic in Solitude“ ist ein überzeugender Erstling aus Metalcore- und Post-Hardcore-Klängen. Die eindrucksvolle Leistung von Daniel Ziesche, der die Instrumente in nichts nachstehen, sowie die eindrucksvolle akustische Umsetzung von gefühlsmäßigen Ausbrüchen lässt dabei die Anzahl der grünen Häkchen hinter der Kaufempfehlung klar über die der roten Minuspunkte stehen. Mit etwas Feinschliff am Sound und einer abgespeckten Albumlänge werden die Chemnitzer sicherlich eine noch größere Schneise hin zu den großen Festivals schlagen können…

[Markus Söllner] (01-11-2007)

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