| Artist | OCTAVIA SPERATI | |
| Title | Grace Submerged | |
| Homepage | OCTAVIA SPERATI | |
| Label | CANDLELIGHT RECORDS | |
| Leserbewertung | 10.00 von 10 Punkten (1 Bewertungen) |
Eine norwegische Combo (zudem aus Bergen), welche u.a. von Arve Isdal (I, ENSLAVED) produziert und mit einem Gastauftritt von LIMBONIC ARTs Morfeus beglückt wird, dürfte man vorab schon mal in die Black Metal-Ecke stecken. Doch da liegt man total falsch! Denn die zu 5/6 aus Frauen bestehenden OCTAVIA SPERATI widmen sich auch mit ihrem zweiten Album deutlich Gothisch Doomigen Klängen.
Hört man die Stimme von Sängerin Silje, denkt man unwillkürlich an Anneke van Giersbergen von THE GATHERING und auch musikalisch erinnert „Grace Submerged“ mehr als einmal an die „Mandylion“/ „Nighttime Birds“-Phase der Holländer, dazu ist der ein oder andere MY DYING BRIDE-Einfluss zu bemerken. Wuchtig-groovige Gitarren, treibende und auch mal in Doublebass-Gefilde auschweifende Drums, angenehm unaufdringliche Piano-Melodien und eine kraftvolle Stimme, die sich mit viel Gefühl in die Gehörgänge einschmeichelt. So geht es mal rockiger nach vorne (u.a. „Guilty I am“, „Going North“) mal düster schleppend zu Werke (u.a. „Moonlit“, „Deprivation“). Zur Komplettierung dieser gut produzierten und abwechslungsreichen Scheibe finden sich mit „Dead End Poem“ und dem Thin Lizzy-Cover „Don’t believe a Word“ auch zwei schöne Balladen, bei denen sich das Piano mal voll entfalten kann und zusammen mit den gefühlvollen Leads und Siljes bemerkenswerter Stimme ein gelungenes Klangbild ergibt.
Eine wirklich sehr gelungene Scheibe, die vielleicht nicht so innovativ ist, aber auf jeden Fall ein angenehmer Ohrenschmaus, um einen für nicht ganz 40 Minuten träumerisch genießen zu lassen.
[Fafnir] (24-06-2007)
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