| Artist | THE SOUNDTRACK OF OUR LIVES | |
| Title | Throw It To The Universe | |
| Homepage | THE SOUNDTRACK OF OUR LIVES | |
| Label | HALDERN POP RECORDINGS | |
| Leserbewertung | 3.13 von 10 Punkten (8 Bewertungen) |
THE SOUNTRACK OF OUR LIVES bringen mit „Throw It To The Universe” ihren letzten Longplayer in die Plattenläden, das schwedische Musikerkollektiv um Sänger Ebbot Lundberg hat beschlossen, sich zum kommenden Jahreswechsel aufzulösen. Ein letztes Geschenk für die Fans also, denen der Abgang ihrer Helden mit dem Silberling allerdings nicht unbedingt leichter gemacht wird. Die Skandinavier, die seit 1995 zwischen Psychedelic Rock und Sixties-Pop unterwegs sind, haben mit ihrem jüngsten Baby 13 Songs abgeliefert, die beweisen, dass TSOOL nicht abdanken müssen, weil sie nicht mehr wissen, wie man gute Musik macht.
„Throw It To The Universe“ ist ein retrospektives Album, das die Geschichte vom stetigen Wandel, von Anspruch und Wirklichkeit, sowie Freundschaft und Vertrauen erzählt. Gleich der Titelsong tut dies mit schrammeligen Klängen, die direkt aus den wilden Sechzigern zu stammen scheinen und schnell Fahrt aufnehmen, während das folgende „You Are The Beginning“ leidenschaftlich schön zu Herzen geht. Man spürt, wie viel Herzblut die Schweden in ihr letztes Werk gesteckt haben und so bleibt auch „When We Fall“ autobiographisch und spart nicht an großen Gefühlen ohne jemals pathetisch zu wirken. Mit dem dezent südamerikanischen Flair von „Where’s The Rock?“ empfehlen sich die Nordlichter für den nächsten Tarantino-Soundtrack, während das ruhige „Freeride“ mit viel Hall und jeder Menge Emotionen zurück in die Sixties drängt. Auch das wunderbare „Waiting For The Lawnmowers“ verweilt in ruhigen Gefilden, ehe „Faster Than The Speed of Light“ langsam wieder Tempo macht – nicht versäumend, weiter für opulente Gefühle zu sorgen. Es ist wie beim getragenen „Reality Show“ nicht zu überhören: die Kapelle geht durchaus mit ein paar Tränen, aber es darf zum Abschied auch gelacht und getanzt werden; man beachte das verspielte „Busy Land“ und das treibende „If Nothing Lasts Forever“, das jedoch eine gewisse Melancholie nicht verbergen kann. Die schlägt dann bei „Solar Circus“ und „What’s Your Story?“ so richtig durch, doch zum Schluss versichern TSOOL noch einmal inständig: „Shine On (There’s Another Day After Tomorrow)“.
Vielleicht gibt es also irgendwann mal ein Wiedersehen respektive Wiederhören mit THE SOUNDTRACK OF OUR LIVES oder einem neuen Projekt der einzelnen Bandmitglieder. Bis dahin sollte man sich jedoch das absolut gelungene Abschiedsgeschenk, das die Schweden hier ihren Anhängern machen, nicht entgehen lassen.
[ump] (19-06-2012)
Diese Seite wurde 264 mal aufgerufen.