| Artist | VARIOUS ARTISTS | |
| Title | Club Sounds Vol. 50 (3-CD) | |
| Homepage | VARIOUS ARTISTS | |
| Label | SONY MUSIC |
Es gibt wohl nur wenige Samplerreihen, denen es gerade im Bereich der schnelllebigen Popkultur gelingt, eine 50. Ausgabe zustande zu bringen. Die schon seit 1997 bestehenden „Club Sounds“ schaffen es aktuell, dieses Jubiläum zu feiern, was für sich genommen sicher für eine gewisse Nachhaltigkeit steht. Vermutlich gerade deshalb lässt man sich auch nicht lumpen und offeriert dem partywütigen Volk zu diesem Anlass ein beachtliches 3-CD-Set. Während die ersten beiden Silberlinge in geballter Form die neuesten Clubtracks beherbergen, wird auf CD 3 das angesagte Schweizer Dance-Label Houseworks vorgestellt.
Die erste CD startet ganz ohne Umschweife mainstream as it can be mit der CLUB SOUNDS CREW und 2-4 GROOVES, bevor mit HADDAWAY ein alter Bekannter die Bühne betritt. „What is love“ als 2k9 Remake, manche Songs sterben eben nie aus und ein Auftritt in einer zukünftigen, Olli Geissen gestörten RTL Chart Show rückt wieder in greifbare Nähe. Überhaupt überrascht die Anzahl der alten Kamellen, die sich hier im neuen Format unter den derzeit angesagtesten Dance Hits tummeln: ob MOVETOWN mit „Now that we found love 2k9“, FM AUDIO mit der ADAMSKI/ SEAL Kollabo „Killer“ oder auf Scheibe # 2 die FRANKY TUNES („Free 2009“), das THE BUGGLES Cover „Video killed the radio star” von ANDREW SPENCER oder auch der Nr. 1 Hit „Blue” von EIFFEL 65 als 2009er Version, es scheint fast so, als ob im Dance Bereich etwas zu häufig nur auf Nummer Sicher gesetzt wird bzw. die Ideenschmieden etwas versiegt sind.
Dennoch gibt es daneben auch genug neues und aktuelles Material, allen voran die ATZEN DJS FRAUENARZT & MANNY MARC mit „Das geht ab (Wir feiern die ganze Nacht)“, wahrscheinlich DER Partytrack des Jahres, hier im Eric Chase Mix. Da bekommt die Redewendung „feiern bis der Arzt kommt“ doch eine ganz neue Bedeutung… Ohne das übrige Angebot zu sehr sezieren zu wollen, Stücke wie das BOB SINCLAR lastige “After the love” von R.I.O. oder die SWEDISH HOUSE MAFIA mit “Leave this world behind” sorgen sicher ebenso für ordentlich Schwung in den Hüften. Natürlich noch mehr Dance Music hält CD 2 bereit, beginnend mit dem recht einfallslosen MARK ´OH Comebackversuch „United“ – genau, eben jener ALEX CHRISTENSEN Nummer, mit der schon MARKY MARK in den 90ern die Mädels betören konnte. Da dürfen andere Haudegen wie COSMIC GATE, ATB und DJ SAMMY natürlich auch nicht fehlen, deren Material von clubtauglichen Remixen aktueller Chart-Hits (P!NK, GOSSIP) abgerundet wird.
Bis hierhin alles in allem zwar keine übermäßig mutige, aber gleichwohl zweckmäßige Compilation. Denn auch wenn manche Songs recht blutleer rüberkommen, mit steigendem Alkoholpegel wird die Fast Food Generation beim Feiern – und nur darum geht es – hierbei so oder so in Stimmung kommen. Dafür sorgt schon allein die Fülle der Tracks – 61 (!) an der Zahl, bei denen für jeden Discodancer etwas dabei sein dürfte. Dazu gehören auch die Stücke auf der dritten CD, die im Gegensatz zu Teil Eins und Zwo insgesamt mehr Spannung vorweisen kann. Hier mixen die GLOBAL BROTHERS DJ ANTOINE und MAD MARK nämlich angenehmen Vocal House, Tribal House und Progressive House von Houseworks zusammen. Dieser fortlaufende Mix besticht durch eine schöne Kombi aus Drive und Atmosphäre und bräuchte sich keineswegs auf der „letzten“ CD verstecken.
[gerrit (pk)] (31-08-2009)
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