| Artist | VARIOUS ARTISTS | |
| Title | Noise Terror Vol. 2 | |
| Leserbewertung | 1.00 von 10 Punkten (1 Bewertungen) |
Andere Länder, andere Sitten? Nicht immer, denn auch andere Mütter haben erstklassige Elektro-Musiker. Das beweist jedenfalls der zweite Teil von Johan van Roys Noise Terror Compilation, der unter dem Subtitel „World Wide Electronics“ firmiert. Getreu diesem Motto versprüht die Zusammenstellung der 15 Stücke neben einem Mix aus etablierten Acts und Newcomern internationales Flair mit „Exoten“ aus Peru, der Türkei und Südafrika, die, ob sie nun WINTER SOUL oder auch ALIEN VAMPIRES (aus Italien) heißen, bereits über ein recht ordentliches musikalisches Niveau verfügen.
Den Anfang machen die vom Terrorverlag jeher schon mit Wohlwollen bedachten Letten ROSEWATER mit dem Electro-Industrial-Stück „N.M.E.“ aus ihrem aktuellen „Bloodcount“-Album. CHAOSKULT stammen hingegen aus Stavanger in Norwegen, der Heimatstadt von PRIDE AND FALL, deren Per Waagen den Credits nach zu urteilen auch bei diesem Duo beteiligt ist. Na das klappt ja super mit der Absicht, die Protagonisten lieber unter Verschluss zu halten, so wie es im Booklet mitgeteilt wird :), lässt sich aber trotzdem hören. Für eine Überraschung gut sind auch GINGER SNAP5 aus der Ukraine. „Feel my rhythm“ ist einer der ersten Songs dieses Ein-Mann-Projektes, das geschickt Dark Electro mit Euro-Trance Elementen vermengt. Zwischendrin greift ganz nebenbei auch der Meister selbst in die Tasten und wertet den Sampler mit zwei eigenen Tracks auf, und zwar „Hate me“, einer neuen SUICIDE COMMANDO Abrissbirne in klassischer Manier, sowie der ersten KOMBAT UNIT Attacke, dem neuen Schulterschluss zwischen Johan van Roy und Jan Lehmkamper (X-FUSION). „We are machines“ ist treibend, absolut eingängig und ganz einfach Tanzflächen-Elektro auf den Punkt gebracht. Daneben ist Jan L. zudem noch mit NOISUF-X, dem bösen Zwilling von X-FUSION am Start. Einen neuen Beitrag für die Clubs haben ferner STRAFTANZ feat. Myk Jung (THE FAIR SEX) hingelegt.
Vereinzelte Stücke stehen dem gegenüber noch etwas zurück, so fehlt etwa den Franzosen ASPHYXIA (übrigens mit verblüffend ähnlichem Logo wie ihre einheimische „Konkurrenz“ von :A7IE:) noch der mitreißende Gehalt und auch mit dem FRACTURED-Remix von GRENDELs „Judged ones“ werde ich – wenngleich mal was anderes – nicht richtig warm. Aber wie immer alles Ansichtssache. Die Auswahl auf „Noise Terror Vol. 2“ ist jedenfalls reichhaltig, dazu sind die Stücke allesamt bislang unveröffentlicht oder in exklusiven bzw. raren Versionen oder Remixen vertreten. Bei fast 80 Minuten Musik und Infos zu jedem Act im Booklet kann man sich da für circa 9 Euro Verkaufspreis wahrlich nicht beschweren.
[gerrit (pk)] (06-12-2007)
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