| Artist | VARIOUS ARTISTS | |
| Title | Ultrapop 2 | |
| Leserbewertung | 8.00 von 10 Punkten (1 Bewertungen) |
Also ein anderer Titel hätt’s ja schon sein dürfen. Da läuten die Weichspülerpopalarmglocken besonders schrill, wenn man sich „Ultrapop 2“ nähert. Ganz so schlimm wie befürchtet ist’s zwar dann doch nicht, denn rein musikalisch unterscheidet sich das bunte Potpourri unter der Federführung von DJ Loopus doch deutlich von den Popkollegen à la TIMBERLAKE & Co, aber ne wahre Freude ist es dennoch nicht geworden. In Szenekreisen für seinen Future-Trance-Funksound bekannt, hat der italienische DJ hoffnungsvolle Newcomer auf dieser Compilation vereint und selbst noch ein wenig was beigefügt. Trotz der globalen Artists-Auswahl und des multikulturellen Hintergrunds wirkt das Ganze aber doch relativ eintönig.
Der Neuseeländer TOM COSM bietet mit „Swagger“ einen treibenden Electro-Einstand, welcher mit sphärischen Synthesizern ein Ruhebett bietet. Was man bei den Finnen VISHNUDATA & DR. NIPERT vergebens sucht, deren zusammengebastelter Frickelelectro funktioniert nur mit schnaubender Drummachine, dazu packt „Get Wet“ noch trockene Bässe und etwas 80ies Synthiepop. Fertig ist der Beitrag von KIWA. Den Meister selbst findet man als Re-Mix des israelischen DJs Itay Berger mit „Fat Ladies Bingo“ und später solo mit „Radio EXP“. Ersterer nimmt etwas das Tempo aus der ganzen Chose und zelebriert reichliche Sampling-Versessenheit. „Radio EXP“ hingegen nimmt Rocksoundversatzstücke, um diese mit fließenden Trancesounds zu mischen, wenig innovativ aber effektiv für die angepeilte Zielgruppe. Leider findet sich aber auf der ganzen CD, trotz seiner elf Lauflängenstarken Tracks kein wirklicher Polarisator. Selbst der „Supercool“ betitelte Beitrag von OCELOT ist eine Farce, so dass der Australier P. KEARNEY mit seinem Titel das Statement zum Album gibt „Almost too weird to B True“. Genauso isses…
[Markus Söllner] (14-10-2007)
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