| Artist | XENTRIFUGE | |
| Title | Converting Infinity | |
| Homepage | XENTRIFUGE | |
| Label | NOITEKK | |
| Leserbewertung | 10.00 von 10 Punkten (1 Bewertungen) |
Hobby-Elektroniker, die sich musikalisch eher im Niederspannungsbereich wohlfühlen, sollten nun vielleicht besser in ihrem behüteten Umfeld bleiben. Denn XENTRIFUGE sind zurück und sie köcheln nicht auf halber Flamme, sondern es wird mit reichlich Starkstrom gearbeitet. Leichte Kost ist es gewiss nicht, was der auch als Live-Drummer bei LIFE CRIED aktive Chris X da für sein Zweitwerk so zusammenkomponiert hat. Prinzipiell im Stile des Vorgängers „Light Extinguished“, jedoch produktionstechnisch ausgereifter erklingt auf „Converting Infinity“ eine heftige und ungestüme Verschmelzung von Electro und Industrial.
Brachial Electro folglich, bei dem düstere (Zukunfts-)Visionen in mechanisch erzeugten Aufruhr verpackt werden. Kalte, bestimmende Beat-Salven, subversive Melodien sowie extrem verzerrte Vocals bestimmen den Klang dieser neuen Apokalypse. Dabei entfaltet die Zentrifugalkraft ihre Wirkung am Eindrucksvollsten bei dem vorab auf der NoiTekk Compilation „United Vol. 2“ veröffentlichten „Into descent“, Schädelspaltern wie „Strain“ und dem monoton hämmernden „Pathogen“ oder auch im relativ verspielten „Black horizon“. Da nur wenige Veränderungen im Sound folgen, sind nach hinten raus einige der Konstrukte leider etwas eindimensional geraten, dafür kann das detailliert ausgearbeitete Titelstück kurz vor Toresschluss allerdings noch einmal mächtig Boden gutmachen.
XENTRIFUGE verfolgen ihre düstere Linie also äußerst konsequent, mit aller Negativität und Wut. Dies wird zwar nicht jedermanns Sache sein, zumindest den Wohlgesonnenen ist eine volle Dröhnung aber garantiert.
[gerrit (pk)] (24-09-2009)
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